Nachruf für Erika Richter

Eine große alte Dame der deutschen Behindertenbewegung
Eine gute Seele, ein nimmermüder Mensch, eine erfahrene Frau, ein hilfsbereites Wesen, kurz: unsere Erika Richter ist verstorben.
Man
darf sie, die am 19. Dezember 1922 geboren wurde und am 26. Juli 2010
ihre Augen für immer schloß, ohne Übertreibung eine der
"großen alten Damen der gesamtdeutschen Behindertenbewegung"
nennen.
In frühen Jahren ereilte sie die
Kinderlähmung. Trotzdem absolvierte sie in der DDR - das
hervorzuheben, war ihr immer sehr wichtig - nicht nur eine
Berufsausbildung mit anschließendem Studium, sondern auch ein
volles und erfülltes Berufsleben. So konnte sie jederzeit stolz
auf ihre Eigenständigkeit verweisen, zu der sie ihre wohlerworbene
Rente in die Lage versetzte.
Wir aber, die Mitglieder des
Berliner Behindertenverbandes "Für Selbstbestimmung und
Würde" e.V. (BBV), kannten und schätzten sie vor allem als
jederzeit zuverlässige Streiterin für die Rechte von Menschen
mit den unterschiedlichsten Beeinträchtigungen. Sie fürchtete
weder Minister noch Senatoren, weder Parteivorsitzende noch
Medienvertrer: Allen sagte sie die Wahrheit über die Situation so
vieler, die nicht so klug argumentieren konnten wie sie, offen ins
Gesicht. Viele Jahre lang bereicherte sie die Arbeit des BBV-Vorstands
mit ihren Erfahrungen, davon die meisten als ehrenamtliche
Schatzmeisterin.
Nur wenige Menschen können sich
rühmen, in beiden deutschen Staaten hoch geehrt worden zu sein.
Erika Richter konnte es: Sie war sowohl Trägerin der
Verdienstmedaille der DDR als auch des Bundesverdienstkreuzes.
In
den letzten Jahren und Monaten mußte unsere gute Freundin sich
immer stärker zurückziehen. Die Spätfolgen ihrer
Polioerkrankung forderten hohen Tribut. Jetzt werden wir sie nicht mehr
sprechen können. Ab jetzt fehlt uns ihre Erfahrung. Ab jetzt
müssen wir ohne sie auskommen. Es wird uns schwer fallen.
Dr. Ilja Seifert & der gesamte BBV-Vorstand
Beisetzungsort und -zeit für Erika Richter:
Montag, 23. August.2010,
11.00 Uhr, auf dem Biesdorfer Friedhof, Weg 10.
Wer immer Erika kannte
und die Möglichkeit hat, ihr die letzte Ehre zu erweisen, sollte das
tun.
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Zur Menschenkette am 05. 05. 2010 zum Europäischen Protesttag
Foto-GallerieAufruf zur Menschenkette am 05. 05. 2010
"Inklusion - Dabei sein von Anfang an" (PDF)Vorabveröffentlichung BBZ Juli/Aug. 2010
"Visionen & Taten" von Dr. Ilja Seifert vom 4. Juli 2010
(als PDF Datei)
Neuer Vorstand
wurde am 11. Juli 2009 gewählt !!
Foto des
neuen Vorstandes
Nachruf
für Heino Marx

Für uns alle unfaßbar mußten wir mit betroffenem Entsetzen die traurige Nachricht entgegennehmen, daß Heino Marx verstorben ist.
Bereits seid Anfang der neunziger Jahre beschäftigte sich Heino Marx – zunächst bei MOVADO, später als selbstständiger Bauingenieur – mit dem barrierefreien Planen und Bauen. So wurde er rasch in allen Fragen der Barrierefreiheit zu einem gefragten – ja, dem Spezialisten auf diesem Fachgebiet. Was sich nicht auf Berlin beschränkte. Wir werden Ihn sehr vermissen.
Seit 2000 war er u. a. ehrenamtliches Mitglied der kleinen Arbeitsgruppe „Ausnahmegenehmigungen“ beim Landesbeirat für Menschen mit Behinderung. Mit Hilfe seiner Fachkompetenz konnten etliche Fehlentscheidungen der Behörden im Sinne der umfassenden Barrierefreiheit korrigiert werden. Auch der AG wird sein fachlicher Rat sehr fehlen.
Der Berliner Behindertenverband arbeitete immer wieder mit Ihm u. a. bei der barrierefreien Gestaltung Berlins zusammen. Insbesondere wird er uns in der Zusammenarbeit mit dem weißrussischen Behindertenverband fehlen. Gemeinsames Projekt ist die barrierefreie Umgestaltung des Kriegsmahnmals „Chatyn“. Während einer Reise im April nach Minsk gelang es ihm durch seine spezielle Sachkompetenz, den Architekten des Mahnmals, Herrn Lewin, zu überzeugen, daß eine barrierefreie Umgestaltung nicht nur dem Zeitgeist entspricht sondern auch vielen Menschen zugute kommt. Ein Vortrag vor Studenten und Dozenten der Brester Universität zur barrierefreien Umgestaltung Ihrer Uni wurde begeistert aufgenommen. Wir erarbeiten z. Z. einen Kooperationsvertrag mit dem belarussischen Behindertenverband. Sein sachkundiger Rat wird uns sehr fehlen.
In tiefer Trauer nehmen wir Anteil an dem Verlust.
Berliner Behindertenverband
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Zur Problematik namenlose Brücke am S-Bhf Friedrichstraße:
Foto-Galerie zur Aktion am 11. August 2009
Aufruf zur
Protestaktion am 11. August 2009 als PDF
Pressemitteilung von Herrn Dr. Seifert zur Protestaktion vom 8. Juli 09
Brief an den Vorstandsvorsitenden der deutschen Bahn AG Herrn Dr. Grube
Pressemitteilung von Herrn Dr. Seifert zur Protestaktion vom 23. Juli 09
Brief an den Konzernbevollmächtigter für das Land Berlin DB AG
