Berliner Behindertenverband "Für Selbstbestimmung und Würde e.V."

Der Vorstand

Gerd Miedthank- Vorsitzender

_MG_0906(2)Ich wurde am 17.07.1963 in Stralsund geboren. Ich habe den Beruf Koch gelernt. Durch einen schweren Unfall im Jahre 1993 hat sich mein Leben gravierend verändert.

Unser Land braucht einen gesellschaftlichen Wandel. Ich bin von unseren demokratischen Parteien sehr enttäuscht. Sie reden im Alltag von einer inklusiven Gesellschaft, aber sie handeln nicht danach, obwohl sie 2009 die UN-BRK im Deutschen Bundestag und Bundesrat ratifiziert haben.

Ich habe 2015 deswegen den Verein Sozialdenker e.V. gegründet, der sich für eine inklusive Wertegesellschaft in Politik und Gesellschaft stark macht.

2016 bin ich Mitglied im BBV geworden, weil ich mich auch hier aktiv für eine inklusive Gesellschaft engagieren wollte. 2017 wurde ich in den Vorstand des BBV als Schriftführer gewählt und wurde in diesem Amt bei der Mitgliederversammlung 2019 bestätigt.

Auf der Mitgliederversammlung 2022 übernahm ich das Amt des BBV-Vorsitzenden. Es ist mir eine Ehre, aber auch eine Verpflichtung, die starke Stimme des BBV für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen in unserer Stadt hochzuhalten und zu verstärken.

Seit November 2017 vertreten Dominik Peter und ich den BBV (als stimmberechtigtes Mitglied) und den Sozialdenker e.V. im Landesbeirat für Menschen mit Behinderungen.

Ich wünsche meinem Vorgänger als BBV Vorsitzender Dominik Peter in seinem neuen Amt des Vorsitzenden des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Landesverband Berlin alles erdenklich Gute und eine glückliche Hand. Der BBV hat ihm viel zu verdanken, er hat unseren Verband nachdrücklich inklusiv geprägt und vorangebracht.

 

Bärbel Reichelt – stellv. Vorsitzende

Portraait von Bärbel Reichelt.1947 wurde ich in Berlin mit einer spastischen Lähmung geboren. Nach dem Kinderwagen folgte der Rollstuhl. 1953 wurde ich von der Schulpflicht befreit… 1954 gelang es meiner Mutter, mich in einer Regelschule anzumelden, in der ich die ersten sechs Schuljahre erfolgreich inklusiv erlebte.

1966 absolvierte ich einen Lehrgang für Verwaltungsangestellte in Bad Pyrmont. Ich erwarb 1968 den Führerschein und einen Pkw, der mir ungekannte, tolle Mobilität ermöglichte und vor allem die täglichen Fahrten zur Arbeit. Denn ich begann meine Laufbahn als Steuerbeamtin am Finanzamt Spandau. Sie endete vorzeitig 1989 mit meiner Pensionierung. Ich war verheiratet und habe keine Kinder.

Seit 1963 bin ich Mitglied bei den „Cocas e.V. Berlin – Club für Mein ganzes Leben bisher war Kampf! – Um Barrierefreiheit, Mobilität, Inklusion“. Die Energie dazu erhielt ich von meinen Eltern, die nicht akzeptieren wollten, dass „aus der Tochter nichts wird“

Ich kam nicht in die Behindertenwerkstatt und auch nicht in ein Heim. Ganz wesentliche Informationen für mein selbstbestimmtes Leben erhielt ich von behinderten Menschen in der Selbsthilfe und nicht von einer Behörde.

Seit ca. 50 Jahren bin ich behindertenpolitisch aktiv, aus der eigenen Betroffenheit heraus wurde es mein Hobby, Politiker*innen mit unseren Erfordernissen zu konfrontieren. Ich bin Mitglied beim Spontanzusammenschluß Mobilität für Behinderte, bei der Internationalen Liga für Menschenrechte, beim BSK sowie beim BBV seit vielen Jahren. Vor Dominik Peter und nach Ilja Seifert war ich beim BBV die erste Vorsitzende. Ich bin Mitglied im Fahrgastbeirat vom Sonderfahrdienst, beim Senat in den AG`s Bauen und Verkehr.

 

Holger Kahl – stellv. Vorsitzender

Enttäuscht über die Unzulänglichkeiten beim Umgang mit Menschen mit Behinderungen suchte ich einen Verein, der sich für diese Interessen von Behinderten einsetzt. So trat ich 2017 in den Berliner Behindertenverband bei.

Mir gefiel, wie sich der BBV in der Gesellschaft für Menschen mit Behinderung einsetzt, so war es auch nur eine Frage der Zeit, dass ich mich entschloss mich aktiv in die Vereinsarbeit einzubringen. 2019 wurde ich erstmalig in der den Vorstand des BBV gewählt und im Oktober 2021 in den Behindertenbeirat von Treptow – Köpenick.

Mich einzubringen für Inklusion, Barrierefreiheit, dass Behinderte schneller in den ersten Arbeitsmarkt kommen und noch vieles mehr sehe ich für mich als eine große Herausforderung für die neue Wahlperiode als stellv. Vorsitzender an. Deshalb stellte ich mich im Juni 2022 zur Wahl des stellv. Vorsitzenden.

 

Helga Herzog – Schatzmeisterin

Ich bin 1962 in Nachterstedt (Sachsen-Anhalt) geboren. Familienstand: ledig, 2 erwachsene Kinder 1980 habe ich die Ausbildung als Wirtschaftskaufmann in einen Betrieb in Aschersleben abgeschlossen.

Seit 1981 wohne ich in Berlin. Ich habe eine Berufserfahrung als Mandantenbuchhalterin von ca. 10 Jahren Von 1998 bis 1999 habe ich an einer 11- monatigen Weiterbildung zur Steuerfachkraft erfolgreich teilgenommen. Seit 2011 beziehe ich eine Rente wegen voller Erwerbsminderung.

Vorstandmitglied in der Gesamtelternvertretung eines Lichtenberger Gymnasiums und im Bezirkselternausschuss sowie Kassenprüferin im Förderverein des Gymnasiums. Seit 2012 Mitglied im Bezirksbeirat von und für Menschen mit Behinderungen und dort seit September 2015 im Vorstand.

Seit 2019 Kassenprüferin im BBV e.V. Da ich nicht mehr berufstätig bin, habe ich die entsprechende Zeit mich um die Finanzen des BBV e.V. zu kümmern. Gerne werde ich meine Kenntnisse und Erfahrungen als Schatzmeisterin des BBV e.V. einsetzen.

 

 

Roswita Kramer – Protokollführerin

Porträt von Roswitha Kramer.

Ich bin Roswitha (Rosi) Kramer, 74 Jahre alt und bin geschieden. Ich habe drei erwachsene Kinder und zwei Enkelkinder. Außerdem bin ich selbst 100 % schwerbehindert und fahre im Elektrorollstuhl. Seit 13 Jahren bin ich Rentnerin, nachdem ich 40 Jahre im Büro gearbeitet habe. Jetzt möchte ich mich gerne im BBV als Protokollführerin einbringen.

 

 

Arnd Hellinger – Beisitzer

Ich wurde am 8. Juni 1969 in Würzburg, Bayern, geboren und ging dort in die Grundschule. Von 1980 bis 1990 besuchte ich das Gymnasium in Neckargemünd bei Heidelberg und begann mit meinem behindertenpolitischen Engagement. Ab 1990 bis 2004 machte ich ein Studium in Jura, Publizistik und Geschichte an Ruhr-Uni Bochum und habe dort im Behindertenreferat des AStA mitgewirkt.
Außerdem war ich an der kritischen Begleitung der Einführung der Pflegeversicherung 1995 dabei – erste Petition an Bundestag (weitere folgten über die Jahre). Mein Engagement in der „BAG Behinderung und Studium e.V.“ war von 1996 bis 2014. Ich bin Mitglied im BBV seit 2001, 2006 arbeitete ich drei Monate im ZsL Bad Kreuznach.

In den Jahren 2006 bis 2021 war ich Mitglied der Partei DIE LINKE und deren BAG Behindertenpolitik. 2015 bin ich nach Berlin gezogen. 2015/16 durfte ich fünf Monate im Büro von Corinna Rüffer, MdB, mitarbeiten. Seit 2019 bin ich Beisitzer im Vorstand des BBV. Durchgängig engagiere ich mich für barrierefreies Bauen, barrierefreien öffentlichen Verkehr sowie bedarfsgerechte Assistenz.

 

Andreas Scheibner – Beisitzer

Portrait von Andreas Scheibner.Ich, Andreas Scheibner, wurde 1975 geboren und arbeite bei der U S E gGmbH. Seit 1994 bin ich in der Deutschen Behindertenbewegung in verschiedenen Funktionen aktiv unter anderem als Werkstattrat der Arbeitstherapeutischen Werkstatt in Mannheim und Landesvorstand der Werkstatträte in Baden – Württemberg.

Seit 2016 bin ich Mitglied des Vorstandes des ABiD e.V. Ich möchte die Zusammenarbeit zwischen dem Berliner Behindertenverband e.V. und dem Allgemeinen Behindertenverband in Deutschland e. V. vertiefen.

Meine Schwerpunkte sind das Persönliche Budget, welches ich auch selber im Arbeitgebermodell nutze, außerdem das Budget für Ausbildung und das Budget für Arbeit. Weiterhin setze ich mich für die barrierefreie Mobilität ein, um mit meinen zahlreichen Erfahrungen in dieser Richtung Menschen mit Behinderungen eine bessere Mobilität er ermöglichen.

Ich bin Mitglied im Bezirksbeirat von und für Menschen mit Behinderungen in Marzahn – Hellersdorf und im Ausschuss Gesundheit, Inklusion und Teilhabe als Bürger debütierter meines Bezirkes.