-Podiumsdiskussion anlässlich der Fachtagung „10 Jahre UN-BRK“

In ihrer kurzen Einführung betonte Barbara John, Vorstandsvorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Berlin, es gehe tatsächlich um die Nicht-Behinderten. Diese müssten sich von der Vorstellung freimachen, dass es bei der Inklusion um Betreuung und Fürsorge gehe. Nein, betonte sie, es gehe darum, zusammenzuleben, zusammenzuarbeiten und gemeinsam etwas auf die Beine stellen.

Weiteres Beispiel: Laut Bauordnung wird im Land Berlin barrierefreies Bauen so definiert, dass lediglich ein Drittel der gebauten Wohnungen barrierefrei nutzbar sein müssen. Da bleibt offenbar im Sinne der BRK noch viel zu tun, wenn das Land Berlin sich damit begnügt, Rollstuhlfahrern prinzipiell den Besuch bei einem Drittel ihrer Freunde, Kollegen, Verwandten und Bekannten zu gestatten. Dabei sei Wohnen ein existentielles Thema, so Dominik Peter, es gehe darum, für sich entscheiden zu können bzw. dürfen, wie, wo und mit wem man wohne. Da erinnerte er an empörende Beispiele von Menschen mit funktionierendem sozialem Umfeld, die trotzdem vom Sozialamt gezwungen werden, in ein Heim zu ziehen.

Mehr Infos: BBZ, Ausgabe April 2019