A u f r u f
Weil auch der erneute Betreiberwechsel bei unserem Behindertenfahrdienst eher zu weiteren Verschlechterungen führte, anstatt unserer freien Mobilität neue Impulse zu vermitteln, ruft der Berliner Behindertenverband „Für Selbstbestimmung und Würde“ e.V. (BBV) dazu auf, dem gesamten Berliner Senat in aller Deutlichkeit kundt zu tun:
Der Fahrdienst gehört uns!
Kein Senat hat das Recht, ihn kaputt zu sparen.
Kein Betreiber hat das Recht, uns sitzen zu lassen.
Deshalb werden wir
am Donnerstag, dem 10. August d.J.,
von 11:00 bis 12:00 Uhr
vor dem Hauptportal des Roten Rathauses
protestieren.
Unsere Mindestforderungen sind:
- eine Fahr-Garantie bei jeder Buchung (auch für die Rückfahrt)
- eine Notruf-Nummer, die rund um die Uhr erreichbar ist
- keine Gebührenberechnung für die Warteschleife
- keine Storno-Gebühren für Nicht-Fahrten, die vom Fahrdienst verschuldet sind
- einen Qualitätsbeirat, in dem unsere Stimme Gewicht hat
Wir erwarten, daß uns nicht nur irgendwelche mehr
oder weniger
(un)freundliche Beamte zur Beruhigung vor die Tür geschickt
werden:
Der
Regierende Bürgermeister, die Sozialsenatorin und der
Finanzsenator
sollen sich unsere Erfahrungen, Probleme und Vorschläge
persönlich
anhören.
Deshalb bitten wir alle Betroffenen – und auch diejenigen, denen klar ist, wie wichtig solidarisches Verhalten ist –, möglichst pünktlich, mit möglichst originellen Plakaten und mit möglichst konkreten Erfahrungen dabei zu sein.
Ilja Seifert
